8-igallen – Singen für Geflüchtete

Die 8-igallen sind Freundinnen. Acht Schülerinnen. Mädchen, zwischen neun und zehn Jahren. Weil sie gerne singen, haben sie eine Band gegründet, die 8-igallen. An Stinas Geburtstag hatten die 8-igallen zusammen gefeiert. Gut gelaunt stiegen sie danach in die U-Bahn. Sie hatten einen Plan: “Die Flüchtlinge brauchen Hilfe! Da haben wir uns gedacht, als Band können wir ja singen und damit Geld sammeln”, sagt Stina. Sobald sich die U-Bahn Türen schlossen, stellten die Mädchen einen Pappbecher auf den Boden und legten los, mit “Ich bleib hier”, dem Titelsong aus dem Film “Bibi und Tina”. “Wir hatten vorher im Tonstudio eine CD mit dem Song aufgenommen und geübt, es klang super”, sagt Stina. Von Lampenfieber – immerhin war die Bahn voll besetzt – keine Spur. Echte Profis eben, die 8-igallen.

Als der Spendenbecher später herumrumging und die 8-igallen erklärten, für wen sie sammelten, klimperte schnell das Geld im Becher. 100 Euro haben die 8igallen ersungen. 8-igall Cosima hat sogar noch etwas von ihrem Taschengeld dazugegeben. Das Geld haben sie an Al Ard gespendet. Bei der Übergabe in einem arabischen Restaurant in Berlin durften sie die Bühne nutzen und noch einmal singen. Wir haben nun davon einem Geflüchteten eine Digitalkamera gekauft, damit er für seine Ar

beit als Journalist auch Fotos machen kann. Sängerin möchte übrigens keine der 8-igallen werden. Lieber Autorin – aber nebenberuflich, weil man damit nicht so viel Geld verdient, sagt Wanda. Cosima und Malina wollen später als Tierärztinnen arbeiten.